Beratung und Information

Ihr Nutzen als Hilfskraft in der Altenpflege:

  • Sie erwerben einen anerkannten Berufsabschluss.
  • Sie sichern Ihren Arbeitsplatz.
  • Sie können ein höheres Einkommen erzielen.
  • Sie legen den Grundstein für beruflichen Aufstieg und Spezialisierung.
  • Sie entwickeln sich persönlich weiter.

Altenpflegerin / Altenpfleger – ein anerkannter Berufsabschluss

Arbeiten Sie bisher als Hilfskraft in einem ambulanten Pflegedienst oder einer (teil-)stationären Altenpflegeeinrichtung? – Durch Nachqualifizierung können Sie nachträglich und in verkürzter Ausbildungszeit einen anerkannten Berufsabschluss als Altenpflegerin / Altenpfleger erwerben. Damit erhöhen Sie Ihre Einsatzmöglichkeiten sowohl in der Einrichtung als auch auf dem regionalen und überregionalen Arbeitsmarkt.

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Höhere Bezahlung, Aufstieg, Anerkennung und persönliche Weiterentwicklung

Als Altenpfleger/in können Sie nach erfolgreichem Abschluss der staatlichen Prüfung eine höhere Vergütung erhalten. Mit dem Berufsabschluss stehen Ihnen zudem verschiedene Wege der Weiterqualifizierung und Karriere offen, wie zum Beispiel eine Spezialisierung im Bereich Wundmanagement oder Palliative Care oder Weiterbildungen zur Wohnbereichs- bzw. Pflegedienstleitung.
Durch Nachqualifizierung können Sie sich außerdem persönlich weiterentwickeln, auch in fortgeschrittenerem Alter. Die Chance zum nachträglichen Erwerb des Berufsabschlusses genutzt zu haben, ist etwas, worauf Sie stolz sein können.

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Der Nutzen für Ihre Altenpflegeeinrichtung:

  • Sie gewinnen Fachkräfte.
  • Sie betreiben gezielte Personalentwicklung.
  • Sie erhöhen die Zufriedenheit Ihrer Beschäftigten.
  • Sie können die Bindung Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Ihren Betrieb erhöhen.

Fachkräfte gewinnen

In Zeiten der angespannten Fachkräftesituation ist es schwer, offene Stellen zu besetzen. Als ambulanter Dienst oder (teil-)stationäre Pflegeeinrichtung nutzen Sie durch Nachqualifizierung das Potenzial hochmotivierter Hilfskräfte, die bereits in Ihrer Einrichtung beschäftigt sind und dort gute Arbeit leisten. Durch Nachqualifizierung können Sie zusätzliche Fachkräfte gewinnen.

Gezielte Personalentwicklung betreiben

Um bestimmte pflegerische Leistungen zu erbringen (zum Beispiel Behandlungspflege durchführen, Pflegeplanung schreiben), benötigen Sie eine ausreichende Anzahl an Pflegefachkräften in Ihrer Einrichtung. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nach der Nachqualifizierung flexibler einsetzbar als Hilfskräfte. Sie entwickeln auf diese Weise gezielt ihre eigenen Fachkräfte. Außerdem können Sie Zeit und Geld – zum Beispiel für Stellenanzeigen und Bewerbungsgespräche – sparen, wenn Sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der eigenen Einrichtung qualifizieren.

Zufriedenheit der Beschäftigten und deren Bindung an die Pflegeeinrichtung erhöhen

Durch die Nachqualifizierung eröffnen Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern neue berufliche und persönliche Perspektiven. Dadurch binden Sie diese an Ihre Einrichtung. Denn Beschäftigte, die eine Möglichkeit zur beruflichen Weiterentwicklung auch nach langjähriger Beschäftigung erhalten haben, sind zufriedener und identifizieren sich mit ihrer Einrichtung, sie werden gern weiterhin bei Ihnen arbeiten. Dies trägt zu einer positiven Innen- und Außenwirkung bei.

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Zugangsvoraussetzungen

Nachqualifizierung richtet sich an Personen, die aktuell in einem ambulanten Dienst oder einer (teil-) stationären Pflegeeinrichtung beschäftigt sind und über mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in der Altenhilfe verfügen. Um an der Nachqualifizierung zur Altenpflegerin / zum Altenpfleger teilzunehmen, gelten für die Interessierten folgende Zugangsvoraussetzungen:

Sie brauchen

  • einen Schulabschluss der Sekundarstufe I (oder einen gleichwertigen Bildungsabschluss) und
  • eine mindestens einjährige abgeschlossene staatlich anerkannte Helferausbildung in der Pflege (Altenpflegehilfe / Krankenpflegehilfe / Heilerziehungs(pflege)hilfe) oder
  • eine mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung oder
  • eine mindestens zweijährige Tätigkeit in einer Einrichtung der Altenhilfe (in Vollzeit oder entsprechend länger bei einer Teilzeitbeschäftigung) und
  • eine aktuelle Beschäftigung in einer Einrichtung der Altenhilfe.

Personen, die ausschließlich praktische Erfahrungen in der Altenpflege haben, müssen eine Kompetenzfeststellung erfolgreich absolvieren, um die Ausbildung um ein Jahr verkürzen und direkt an der zweijährigen Nachqualifizierung teilnehmen zu können.

Außerdem sollte in der Pflegeeinrichtung (mindestens) eine qualifizierte Praxisanleitung arbeiten, die die Ausbildung am Lernort Praxis übernimmt.
Mehr zur Umsetzung der Nachqualifizierung in der Pflegeeinrichtung.

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Finanzierung der Nachqualifizierung

Für wen fallen welche Kosten an?

Die Pflegeeinrichtungen zahlen ihren Beschäftigten, die an einer Nachqualifizierung teilnehmen, das bisherige Gehalt weiter. Den Arbeitsausfall, der durch den Besuch der Schule und durch externe Praxiseinsätze entsteht, können sie sich von der Agentur für Arbeit oder vom Jobcenter refinanzieren lassen, zum Beispiel durch das Programm „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“ (WeGebAU). Hierfür müssen die Teilnehmenden die Fördervoraussetzungen erfüllen, und die Pflegeeinrichtung muss ihre Beschäftigten unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts für die Teilnahme an der Ausbildung in der Schule freistellen.
Die Teilnehmenden / Beschäftigten müssen eventuell die Fahrtkosten selbst tragen; nämlich dann, wenn sie keinen Bildungsgutschein für die Nachqualifizierung von der Agentur für Arbeit oder vom Jobcenter erhalten.
Die Arbeit der Altenpflegeschule wird entweder vom zuständigen Ministerium des Landes oder von der Agentur für Arbeit durch einen Bildungsgutschein finanziert. Um Förderleistungen der Bundesagentur für Arbeit und der Jobcenter in Anspruch nehmen zu können, muss die Qualifizierungsmaßnahme nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) vom 2. April 2012 zertifiziert sein.
Dies setzt eine Zertifizierung der Einrichtung, hier der Altenpflegeschule beziehungsweise des Trägers, nach AZAV (bis 30.03.2012 zertifiziert nach der Anerkennungs- und Zulassungsvorordnung Weiterbildung (AZWV)) voraus.

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Schulgeld
Für Beschäftigte in der Altenpflege in Niedersachsen, die nicht die Fördervoraussetzungen der Agentur für Arbeit erfüllen und den Nachqualifizierungskurs an einer privaten Altenpflegeschule absolvieren, fördert das Land die Schulkosten. Die Förderung beläuft sich auf bis zu maximal 200 Euro je Monat und Schulvertrag. Fördervoraussetzung ist außerdem, dass die Ausbildung nicht innerhalb der ersten sechs Monate abgebrochen wird. Die Förderung wird durch die jeweilige Altenpflegeschule beantragt.
In Rheinland-Pfalz wird der Bildungsgang vom Land finanziert. Daher ist für den Besuch der Schule kein Bildungsgutschein notwendig. Auch Schulgeld wird nicht fällig. Ein Bildungsgutschein kann aber ausgestellt werden, um Fahrtkosten, Lehrmittelkosten und Kosten für zusätzliche Kinderbetreuung erstattet zu bekommen.

Die Förderung der Agentur für Arbeit besteht aus zwei Teilen:
1. Bildungsgutschein: Er deckt die Kurskosten teilweise oder vollständig ab. Außerdem können Fahrtkosten, Lehrmittelkosten und Kosten für zusätzliche Kinderbetreuung erstattet werden.
2. Arbeitsentgeltzuschuss: Hiermit können Pflegeeinrichtungen die Lohn- und Lohnnebenkosten anteilig erstattet werden, wenn sie ihre Beschäftigten für den Besuch der Qualifizierung freistellen. Die genaue Förderhöhe legen die örtlichen Agenturen für Arbeit fest.
Eine Selbstzahlung durch die Teilnehmenden oder eine volle Kostenübernahme durch die Pflegeeinrichtungen kann in Frage kommen, wenn keine Unterstützung durch die Agentur für Arbeit möglich ist.

Fördervoraussetzungen für WeGebAU

  • Das Programm richtet sich an geringqualifizierte Beschäftigte. Das heißt, diese Hilfskräfte haben keinen Berufsabschluss oder arbeiten seit mindestens vier Jahren in un- oder angelernter Tätigkeit, hierzu zählen auch Arbeitslosigkeit und Erziehungszeiten.
  • Die Weiterbildung wird im Rahmen eines bestehenden Beschäftigungsverhältnisses durchgeführt.
  • Der Anspruch auf Arbeitsentgelt besteht fort.
  • Die Hilfskräfte erhalten keine Leistungen nach dem SGB II.
  • Es entsteht weiterbildungsbedingter Arbeitsausfall. Der Arbeitgeber stellt die Mitarbeiterin / den Mitarbeiter für den Besuch der Qualifizierung frei.
  • Eine Beratung durch die zuständige Agentur für Arbeit vor Beginn der Qualifizierungsmaßnahme hat stattgefunden.

Weitere Informationen sowie die notwendigen Formulare finden Sie hier.

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Dieses Vorhaben wird gefördert vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung und
aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union

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