Was ist Nachqualifizierung in der Altenpflege?

Nachqualifizierung ist eine berufliche Weiterbildung, durch die Personen mit umfangreichen Vorerfahrungen und Kompetenzen in der Altenpflege den Berufsabschluss „Altenpflegerin / Altenpfleger“ nachträglich erlangen können. Die Angebote sind berufsbegleitend und individualisiert.

Nachqualifizierung in der Altenpflege Beratung/Information Kompetenzfeststellung Umsetzung der Nachqualifizierung Abschlussprüfung

Mit Klick auf die Kugeln gelangen Sie zu dem jeweiligen Thema.

Was ist das Besondere an der Nachqualifizierung?

Zum Download

Praktische Erfahrung und bereits erworbene Kompetenzen, die eine Hilfskraft durch mehrjährige Beschäftigung bei einem ambulanten Dienst oder einer (teil-)stationären Pflegeeinrichtung erworben hat, werden berücksichtigt. Dadurch kann die Ausbildung auf zwei Jahre verkürzt werden.
Lesen Sie mehr dazu unter Regelungen zur Verkürzung der Altenpflegeausbildung [2].

Nachqualifizierung in der Altenpflege ist in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz berufsbegleitend angelegt und wird – wie die reguläre Ausbildung – von einer Altenpflegeschule durchgeführt. Die Hilfskräfte sind während der Nachqualifizierung weiter in der Einrichtung beschäftigt. Lernen und Arbeiten sind dadurch eng verknüpft, wodurch die Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz systematisch gefördert wird.
Mehr dazu unter Umsetzung der Nachqualifizierung [3].

Außerdem erhalten die Hilfskräfte weiterhin ihr reguläres Gehalt. Die Arbeitgeber können bei der Agentur für Arbeit eine Förderung beantragen, wenn sie ihre Beschäftigten während der Nachqualifizierung zum Beispiel für den Besuch der Schule vom Dienst freistellen.
Mehr dazu erfahren Sie unter Beratung und Information / Finanzierung [4].

An wen richten sich die Nachqualifizierungsangebote?

Für die Kurse zur Nachqualifizierung können sich alle Pflegehilfskräfte mit einer einjährigen pflegerischen Ausbildung bewerben sowie Personen, die zuvor eine andere Ausbildung abgeschlossen haben oder seit mindestens zwei Jahren als Hilfskraft in der Pflege (Vollzeit) arbeiten.
Mehr zu den Zugangsvoraussetzungen [5].

Wie wird Nachqualifizierung konkret umgesetzt?

Die Nachqualifizierung ist berufsbegleitend organisiert und dauert zwei Jahre. Sie besteht aus schulischen und betrieblichen Anteilen. Der schulische Teil findet in einer Altenpflegeschule statt. Unterrichtet wird nach einem Lehrplan, der speziell für die langjährig Beschäftigten entwickelt wurde und deren Vorerfahrungen berücksichtigt. Der betriebliche Teil findet in einem ambulanten Dienst oder einer (teil-)stationären Altenpflegeeinrichtung statt.
Mehr dazu finden Sie unter Umsetzung der Nachqualifizierung [6].